Jugendschauspielschule für Hessen

Friedrichstr.7, 65185 Wiesbaden

Tel: 06198-575381

PRESSE

 

Nachrichten Wiesbaden 04.05.2016

 

Jugendschausspielschüler und Marketingstudenden drehen in Wiesbaden Film über protestierende Kinder

 

Von Lisa Marie Christ

WIESBADEN - Mit dem Arbeitstitel „Wo wir wohnen und arbeiten, ist Leben, ohne unsere Stadt ist auch die Hauptstadt/Weltstadt Berlin nur Fassade“ hat sich die Jugendschauspielschule Scaramouche Academy in Zusammenarbeit mit Studenten des Instituts für Marketing und Kommunikation (IMK) an einem Filmprojekt beteiligt. Der Kurzfilm wurde im April dieses Jahres gedreht. An insgesamt drei Tagen durfte die Scaramouche Academy das Vorhaben tatkräftig unterstützen.

 

Der Kurzfilm von Regisseur Martin Keiffenheim handelt von Kindern und Jugendlichen, die durch die Schließung von sozialen Einrichtungen ihren Hobbies nicht nachgehen können, weil der Stadt die finanziellen Mittel fehlen. Damit sind die Jugendlichen aber nicht einverstanden. Sie veranstalten eine Demo. Auf den Plakaten der Kinder stehen Parolen, wie „Wo soll das nur hinführen?“ und „Für die Würde unserer Städte“. „Ich bin beeindruckt von den Schauspielkids, die unser Projekt konzentriert und engagiert unterstützt haben. Wir werden definitiv weiter mit der Scaramouche Academy zusammenarbeiten“, sagt Keiffenheim. Der Kurzfilm wird im Juni veröffentlicht. Er wird online präsentiert und für Filmfestivals eingereicht.

             

Anlass zu diesem Filmprojekt gibt ein parteiübergreifendes Aktionsbündnis aus dem Ruhrgebiet, das sich unter dem Titel „Für die Würde unserer Städte“ formiert hat. Dazu gehören mehr als 40 Kommunen aus Nordrhein-Westfahlen und anderen Bundesländern. Sie wollen verstärkt darauf aufmerksam machen, dass eine gerechtere Sozial- und Jugendhilfefinanzierung notwendig sei und fordern eine grundlegende Neuordnung der Kommunalfinanzen. Diese Forderung soll in sozialen Netzwerken mit einem Kurzfilm unterstützt werden. „Das Aktionsbündnis ist eine gute Sache. Man kann jetzt schon sehen, dass das Konzept unseres Filmprojekts erfolgreich dazu beitragen wird“, sagt Keiffenheim.

 

Über 20 Schüler

 

Die Leiterin der Jugendschauspielschule, Corinna van Eijk, freut sich besonders darüber, dass mehr als 20 Schüler ihrer Schule nach einem spannenden Casting in Haupt- und Nebenrollen in dem Film mitwirken durften. „Sie haben nicht nur interessante Erfahrungen an einem professionellen Filmset gemacht, sondern konnten auch in sozialpolitische Themen eintauchen, die das Projekt behandelt. Das steht bei allem Engagement im Vordergrund“, sagt van Eijk. „Insbesondere freue ich mich auch über die erfolgreiche Kooperation mit den professionellen Studenten der IMK Wiesbaden.“

 

Die Schule greift dieses Thema ebenfalls in einem Theaterstück auf. Es soll Anfang Juni im Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, in Wiesbaden, mit anschließender Podiumsdiskussion aufgeführt werden.

 

 

Nachrichten Wiesbaden 25.10.2014

Ferienspiele: Kinder werben mit dem Musical „Grenzen – ohne uns!“ für mehr Toleranz

Auch Vampire, Hexen und Märchengestalten können gut miteinander auskommen, davon erzählt das Musical „Grenzen – ohne uns!“.
Von Alexander Michel

 

WIESBADEN - „Mit so viel Ansturm haben wir nie gerechnet“, sagt Corinna van Eijk von der Jugendschauspielschule Scaramouche Academy. Am Freitagmittag waren die Räume der Schauspielschule in der Friedrichstraße überfüllt mit Besuchern und Interessierten. Grund war die Uraufführung des Kindermusicals „Grenzen – ohne uns!“, bei dem 22 Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren im Rampenlicht standen und ihr Bestes gaben. Dabei schlüpften sie in die Rollen von Märchengestalten wie Feen, Vampire und Hexen, die trotz unterschiedlicher Gewohnheiten und Gebräuche schließlich entdecken, wie sie doch miteinander auskommen und ihre Vorurteile gegenüber einander abbauen können.

 

Innerhalb von nicht einmal einer Woche erarbeiteten die Kinder zusammen mit zwei Dozentinnen der Jugendschauspielschule das Bühnenbild und die Masken. „Die Kinder waren sehr kreativ, was die Darstellung des Spiels anging“, erzählt van Eijk stolz. Geprobt wurden die Sprechtexte und die Songs immer vormittags. Musikalisch wurden sie von Chorleiterin Margot Höland am Klavier begleitet, die die Melodie von bekannten Disney-Musicals als Vorlage für das Stück nahm. So wippte schließlich das Publikum zu den groovigen Rhythmen des Lieds „Du bist mein allerbester Freund“, dessen Vorlage der bekannte Song „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch war.

„Die Premiere des Musicals ist sozusagen ein Pilotprojekt“, erzählt Corinna van Eijk. Im Rahmen des vom Amt für soziale Arbeit organisierten Ferienprogramms bot die vor sechs Jahren gegründete Jugendschauspielschule einen Musical-Kurs speziell für junge Menschen an. Dabei geht es für die Organisatoren auch darum, die Grundprinzipien der Schule zu vermitteln: „Selbstbewusstsein, die Entfaltung der Persönlichkeit und vor allem Offenheit und Teamgeist sind für uns sehr wichtig“, betont van Eijk. Das merkt man auch an der Botschaft, die das Musical aussenden will: Man müsse lernen, Respekt voreinander zu haben und offen auf Fremdes und Unbekanntes zu reagieren. Ein Ideal, das letztendlich über alle Altersgrenzen hinweg gelten sollte. Dass die Reaktionen auf die Aufführung so positiv sein würden, damit hätten Corinna van Ejik und ihre Kolleginnen nie gerechnet. Aus den angenommenen 40 Gästen wurden schnell 100, sodass es während der Aufführung in den Räumen recht eng wurde. Falls die Teilnahme so rege bleibe, werde man die nächste Aufführung ganz sicher ins Georg-Buch-Haus in der Wellritzstraße verlegen, so van Eijk. Schließlich gehe der Stoff für solche Musicals nie aus und die Themen Respekt und Vertrauen würden nie alt werden.

 

Das Wiesbadener Tageblatt berichtet am 7. November 2013

Wiesbadener Jugendschauspielschule „Scaramouche Academy“ feiert am 9. November fünfjähriges Bestehen

 

07.11.2013 - WIESBADENDie im Februar 2008 gegründete Schauspielschule für Kinder und Jugendliche aus Wiesbaden, Mainz und dem Rhein-Main-Gebiet war ihre Idee. Das engagierte Lehrer-Team aus professionellen Schauspielern und Musicalsängern, Theater- und Tanzpädagogen, Film- und Theaterleuten bietet am Samstag interessante Einblicke in seine Arbeit. Das Spektrum reicht von Bühnenspiel und Improvisation über Camera Acting bis zu Musical, Gesang, Pantomime und Tanz. „Wir haben auch ein paar Überraschungen parat“, sagt Corinna van Eijk. Zudem werden drei Stipendien vergeben, um die man sich vor Ort bewerben kann.

 

„Mit unserem Tag der offenen Tür feiern wir das bisher Erreichte“, erklärt die Schulleiterin. Alle Beteiligten könnten stolz darauf sein, in den fünf Jahren so viel auf den Weg gebracht zu haben. „Unser vorrangiges Ziel bestand und besteht darin, Kinder und Jugendliche durch das Schauspielen auf der Theaterbühne und vor der Kamera in ihrer altersspezifischen Persönlichkeit zu festigen und ihre Wahrnehmung für äußeres und inneres Erleben zu schärfen.“

 

Angeregt und vermittelt werden Eigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und Teamgeist sowie der Mut und die Fähigkeit, frei vor Publikum zu sprechen. Im Vordergrund steht dabei die Stärkung des Selbstbewusstseins. Integrativ – oder inklusiv, wie es inzwischen heißt – werden an der „Scaramouche Academy“ auch Kinder und Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung gefördert.

 

„Stars wollen wir nicht produzieren“, betont Corinna van Eijk. Auch bilde die Schule keine Schauspieler aus. Als Mutter von drei Kindern sei es ihr ganz wichtig, dass die Kursteilnehmer in Übungen und Rollenspielen lernen, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten und im Alltag behaupten könne. Dass sich der eine oder andere später zum Beispiel an der Wiesbadener Schauspielschule bewerbe, komme vor und sei durchaus erfreulich. Es gebe aber auch Kursteilnehmer, die zu dem Schluss kämen, dass die professionelle Schauspielerei nichts für sie sei. Was übrigens den persönlichkeitsfördernden Effekt ihrer Teilnahme nicht schmälere.

 

Insgesamt 120 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die Kurse und Workshops der „Scaramouche Academy“. Neben erfolgreichen Castings von Teilnehmern für Rollen in Film- und Fernsehproduktionen verzeichnet die fünfjährige Schulgeschichte inzwischen auch regelmäßige Auftritte bei Festen und Veranstaltungen der Stadt, Theateraufführungen im Georg-Buch-Haus, die Teilnahme am Ferienprogramm des Amtes für Soziale Arbeit, die Umsetzung diverser Kinder- und Jugendfilmprojekte mit namhaften Kooperationspartnern sowie den zweiten Platz im EU-Wettbewerb um den Jugendpreis „Musik verbindet Kulturen“.

Der Wiesbadener Kurier berichtet am 25.Mai 2013

Mit Michael Jackson zum Sieg

Wettbewerb „Scaramouche Academy“ landet bei „Musik verbindet Kulturen“ auf dem zweiten Platz

Von Ingeborg Toth

„Musik durchbricht Barrieren, schlägt Brücken zwischen Kulturen“, so Europa-Staatssekretärin Zsuzsa Breier. Sie gratulierte gestern im Historischen Saal des Justiz und Europaministerium 48 jungen Preisträgern aus Hessen und den Partnerregionen Emilia-Romagna (Italien) und Wielkopolska (Polen). Die jungen Menschen aus drei Nationen haben am Wettbewerb der Jugendpreisstiftung teilgenommen. Das Thema lautete in diesem Jahr :“Musik verbindet Kulturen“. Es ging darum, in Teams die kommunikativen Aspekte der Musik herauszuarbeiten. Riesenerfolg für die Wiesbadener Jugendschauspielschule „Scaramouche Academy“: Sie hat in diesem Jahr zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilgenommen und holte auf Anhieb Silber. Acht Schülerinnen interpretierten Michael Jacksons „Earth Song“ – eine Pop Ballade, die Elemente aus Blues, Gospel und Oper verbindet. Von Jackson als Hymne auf die ein Erde gemeint und von den Schülerinnen auch so verstanden. Die Gruppe bezauberte mit ihrem Gesang – choreographisch reizvoll in Szene gesetzt. Die jungen Darstellerinnen betonten sowohl ihre Individualität als auch ihren Willen zur Gemeinsamkeit... Peter H. Niederelz, Mitglied des Vorstandes der Jugendpreisstiftung, hat den Wettbewerb 1992 ins Leben gerufen. Zu Beginn bewarben sich nur Hessische Gruppen. Außer der Emilia-Romagna und Wielkopowska, die Niederelz als Partnerregionen bereits mit ins Boot geholt hat, sollen 2014 auch die Aquitaine (Frankreich) und die türkische Region Bursa hinzukommen.

19.03.2013 - WIESBADEN Von Ingeborg Toth

THEATER Schauspielschule Scaramouche lässt auf der Bühne ihre Schüler agieren. Von komisch bis absurd

Sie singen Michael-Jackson-Songs, denken sich verrückte Werbespots aus, führen Frauen aus der Klassik und der Moderne vor: Die Akteure der Jugendschauspielschule Scaramouche bereiteten Eltern und Geschwistern im Georg-Buch-Haus in der Wellritzstraße einen ebenso amüsanten wie unterhaltsamen Abend.

 

Sehr große Spielfreude

Projektleiterin Corinna van Eijk hatte sich zusammen mit Regisseurin Martina Göhring eine schauspielerische Collage über Tag-, Alp- und Wunschträume ihrer „Kids“ ausgedacht. Diese Folge von Parodien, Spielszenen und Gesangsnummern machte es möglich, sechs Schauspielgruppen und die Stimmbildungsgruppe auf der großen Bühne auftreten zu lassen.

Mit sehr wenigen Requisiten, aber mit viel Spielfreude und Komik wurde ein Zwei-Stunden-Programm realisiert, das die gut 150 Zuschauer restlos begeisterte. Zur Musik von Vivaldi wurden die vier Jahreszeiten dargestellt – von den Kleinsten der Schauspielschule. Besonders hübsch auch der Sketch „Christina ist in Schwierigkeiten“: Per Handy geht eine Botschaft herum, die immer absurder wird, je mehr Teenager sie verbreiten. Am Anfang ist die Rede davon, dass Christina ins Kino gehen will, am Ende soll sie schwanger sein und Beni aus der Oberstufe der Vater. Zum Schluss fällt der Satz: „Wir helfen dir. Wozu hat man Freunde?“ Dann fällt der Vorhang.

Schließlich lehrten die jüngsten Darsteller mit ihrem „Kleinen Horrorkabinett“ dem Publikum das Gruseln. In der Scaramouche-Gesangsgruppe (Leiterin ist Nina Hetzel) brillierten Annika Liebetrau, Olivia Ott, Geraldine Kubau, Lena Lange, Tamara Noll, Emilia Herlitzius und Svenja Köllmer mit den Hits von Weltstars. Ganz köstlich auch das Casting, bei dem „Deutschland sucht den Superstar“ von Aaron Kremer, Rebekka Steiner, Eva Prinz, Yannik Weiß, Leonard Christ, Clara von den Steinen, Mathis Ventura und Frederik Grosser kräftig parodiert wurde. Da fallen Sätze wie: „Gegen deine Schauspielkunst ist George Clooney ein verstopftes Kanalrohr.“

 

Ferienprogramm: Scaramouche Academy präsentiert Vampirmusical

27.10.2012 - WIESBADEN

Von Thomas Karschny

 

Vampire trinken nun mal Blut. Das war schon immer so. Nur wenn einer von ihnen auf Rote Beete steht, ist irgendwas faul. Das fanden zumindest die 20 kleinen „Blutsauger“, die sich gestern im Hinterhof in der Friedrichstraße 7 versammelt hatten - aber natürlich nur auf der Bühne.

„Rote Beete schmeckt auch“ nennt sich das zugrunde liegende Herbstferienprojekt der Jugendschauspielschule, besser bekannt als „Scaramouche Academy“. Das von Schauspielerin Martina Göhring und Gesangspädagogin Nina Hetzel geschriebene Kindermusical erzählt die Geschichte des kleinen Vampirs Blutwig, der von seinen Artgenossen ausgestoßen wird, weil er anstatt Blut nur Rote Beete zu sich nehmen will. Mit dem stotternden Jungen Ludwig, der ebenfalls unter Hänseleien zu leiden hat, schließt er Freundschaft. Die Botschaft hinter der Geschichte: „Ich bin, wie ich bin und das ist auch gut so.“

Kinder sind das Wichtigste

Gestern war Uraufführung. Witzig und überzeugend zugleich, spielt und singt sich der Schauspielernachwuchs - am Klavier gekonnt von Sebastian Koch begleitet - in die Herzen der Eltern, die zahlreich erschienen waren. „Wenn Du nicht gescheite Leute aussaugst, wirst Du nie groß und stark werden.“ Bei flotten Sprüchen wie diesem, bleibt kein Auge trocken. Am Ende winkt der verdiente Applaus.

In den vergangenen fünf Tagen haben die Nachwuchsschauspieler täglich vier Stunden intensiv geprobt, Lieder einstudiert und Texte auswendig gelernt. „Die Kinder sind für uns echt das Wichtigste, nicht so sehr die Performance“, sagt Projektleiterin Corinna van Eijk, spricht von einer Herzensangelegenheit.

Seit drei Jahren ist Scaramouche im Ferienprogramm der Stadt präsent. Die von Profis aus dem Genre geleiteten Kinder- und Jugendprojekte führen den Nachwuchs spielerisch an Mimik, Stimmentfaltung und Gesang heran.

Doch das ist bei Weitem nicht alles. Hinter den Kulissen geht es um weit mehr: Die Stärkung von Selbstbewusstsein, Persönlichkeit und der Abbau von möglichen Hemmungen oder Schüchternheiten stehen im Zentrum der Kinder- und Jugendarbeit von Scaramouche. „Motivation und Teamarbeit fördern, Erfolgserlebnisse für die Kinder schaffen, das alles ist für uns ganz wichtig“, so van Eijk, wohlwissend, dass eine starke Persönlichkeit auch im alltäglichen Leben von Nutzen ist. „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, froh und ohne Angst durchs Leben zu gehen und die Fähigkeit erwerben, mit Hänseleien und Mobbingsituationen richtig umzugehen“, betont die Projektleiterin.

Damit ist man bisher gut gefahren. Die einzelnen Projekte in der Jugendschauspielschule erfreuen sich großer Beliebtheit. Mitspielen zu dürfen, sei für ihre Kinder ein Höhepunkt im Wochenablauf, so höre man es häufig von den Eltern, berichtet Corinna van Eijk. Das nächste Ferienprogramm steht an Ostern an. Neben einem Filmprojekt wird dann auch wieder ein kleines Musical angeboten.

Wiesbadener Schauspielschüler heute im Kika zu sehen

07.01.2012 - WIESBADEN (Wiesbadener Tagblatt)

(IS). „Wir freuen uns natürlich alle riesig auf die Ausstrahlung dieser interessanten Dokumentarreihe im Kinderkanal des ZDF“, sagt Corinna van Eijk, Leiterin der Wiesbadener Jugendschauspielschule. „Drei unserer Schauspielschüler spielen mit: Der elfjährige Julian Krüsselmann , die zwei Jahre ältere Eva Prinz und der zehnjährige Maximilian Weißleder als ‚Voice-over‘“. Die erste Folge der „Schnitzeljagd bei den alten Griechen“ ist heute (Samstag, 7. Januar) um 13.45 im Kinderkanal (Kika) zu sehen, und es geht um den Göttervater Zeus.

Hatte sich der bekannte und bei den Kindern beliebte Moderator Ben im ersten Teil der „Schnitzeljagd“ im Heiligen Land auf die Suche nach Gott gemacht, treibt ihn nun ein ganz anderer Herzenswunsch an: Er möchte unsterblich werden. Und wo, wenn nicht in Griechenland, dem Land der unsterblichen Götter, Helden, Mythen und Krieger könnte ihm dies gelingen.

In den griechischen Sagen schenkten die Äpfel der Hesperiden den Menschen das ewige Leben, doch die waren schon vor Tausenden von Jahren unauffindbar. Da ist Ben viel praktischer veranlagt und sucht sich seine Vorbilder in der griechischen Geschichte - tatkräftig unterstützt von zwei Kindern, die ihm Rätsel stellen und ihn manches Mal auch absichtlich in die Irre führen. Und wenn Ben zu verzweifeln droht, wenn gar nichts mehr geht, wenn er zwischen all den antiken Mythen nicht mehr weiter weiß, dann gibt es auch noch Stamatis, der ihm als Retter in der Not zur Seite steht.

Vier 25-minütige Dokumentationen ermöglichen auf spielerische Weise Kindern den Zugang zur griechischen Geschichte und Mythologie und wecken das Verständnis für Bedeutung der griechischen Geschichte für unsere Kultur.

In der Folge 2 geht es um Herakles (Samstag, 14. Januar), die Folge 3 beschäftigt sich mit Odysseus (Samstag, 21. Januar), in der Folge 4 am Samstag, 28. Januar, heißt es „Erkenne dich selbst“. Alle Sendungen beginnen jeweils um 13.45 Uhr. Buch und Regie hat Volker Schmidt-Sondermann, Kameramann ist Ralf Gemmecke, Redaktion Melanie Weiss von der Ifage Filmproduktion, die Produktionsleitung hatte Andrea Haas-Blenske.

In der Dokumentationsreihe werden Animationssequenzen gezielt eingesetzt, um komplexe Erzählungen der griechischen Mythologie spannend zu vermitteln. Es spielen auch griechische Kinder mit. Sie gewähren den jugendlichen Zuschauern in kurzen Porträts Einblicke in ihr Leben und ihre Leidenschaft für Götter und Mythen.

 

 

Der Traum von einer richtigen Filmrolle

15.09.2011 - WIESBADEN  (c) www.wiesbadener-tagblatt.de

KINO Jungschauspieler im „Haus der Krokodile“

(IS). Ein richtiges Casting in der Jugendschauspielschule Scaramouche Academy: Alle mussten sich ins Zeug legen, ging es doch um viel. Gesucht wurden zwölf Mädchen und Jungen zwischen sieben und dreizehn Jahren für einen Kinofilm. Genauer gesagt: für die Neuverfilmung des Kinderbuchs „Das Haus der Krokodile“ von Hellmut Ballot - vom Land Hessen mit 950 000 Euro gefördert.

 

Der Film wird derzeit in der Rhein-Main-Region gedreht, Drehorte sind Wiesbaden, Frankfurt und Bad Homburg, wo speziell eine alte Villa für die Innen- und Außenaufnahmen angemietet wurde.

 

Unter der Regie von Cyrill Boss und Philipp Stennert spielen unter anderem auch die bereits aus verschiedenen TV-Produktionen bekannten Geschwister Kristo, sowie Vijessna und Joanna Ferkic. In kleineren Rollen, die viel Spaß machen, werden Florian, Maximilian, Julie, Kira, Rosalie, Mia, Nina, Robert, Jasper und Tim im Kino zu sehen sein. Sie haben bei der Jugendschauspielschule Scaramouche gelernt, wie man sich vor der Kamera bewegt.

 

Das „Haus der Krokodile“ ist ein Kinderroman von Helmut Ballot, der als sechsteilige Kinderserie schon einmal von der ARD für das Fernsehen verfilmt und 1976 ausgestrahlt wurde. Regie führte damals Wilhelm ten Haaf. Der Titel bezieht sich auf ein kleines Lederkrokodil, das der zwölfjährige Victor bei seinen Nachforschungen im Haus findet, als seine Eltern verreist sind. Die Serie wurde damals im Münchener Stadtteil Bogenhausen gedreht.

 

Die Filmproduktion „Rat Pack“ hat die Jungschauspieler der Scaramouche Academy unter Vertrag genommen und mit ihnen die unterschiedlichen Nebenrollen besetzt. „An einem richtigen Set zu arbeiten, ist ein Traum“, so Mia. Die Kids konnten es anfangs kaum glauben, dass sie demnächst ihre Talente einem größeren Publikum im Kino präsentieren dürfen. Bisher hatten sie nur an Aufführungen der Schauspielschule teilgenommen - und die Eltern oder Geschwister als Zuschauer gehabt. Die Leiterin der Schauspielschule, Corinna van Eijk, freut sich sehr mit ihren Schülerinnen und Schülern. Sie weiß: „Alle Schauspielgrößen haben mit kleinen Rollen angefangen.“ Sie hofft mit ihren Schützlingen, dass sie dadurch „die Chance auf eine professionelle Bühnenkarriere erhalten“. Das gesamte Scaramouche-Team der Wiesbadener Akademie sieht sich durch diesen Erfolg ihrer Schüler zudem in ihrem Engagement bestätigt. Man will motivierten Jugendlichen eine Grundausbildung für eine mögliche berufliche Laufbahn mitzugeben. Aber es muss nicht jeder Profi werden wollen. „In jedem Fall vermitteln wir ein gesundes Selbstbewusstsein in die eigenen Fähigkeiten“, so Corinna van Eijk.

 

Ansammlung von Talenten

26.04.2011 - WIESBADEN

Von Carolin Hinz

Scaramouche studiert mit Schülern Musical ein

Ein aufgeregter Haufen Kinder wuselte durch die Hallen der Jugendschauspielschule Scaramouche. Grund war die Aufführung eines in drei Tagen erlernten Musical-Stückes vor Eltern, Familie und Freunden. „Ich bin schon sehr nervös“, erzählte die neunjährige Jasmin. „Hoffentlich vergesse ich nicht wieder meinen Text.“ Singen und Tanzen vor einem Publikum sei nämlich gar nicht so einfach, wie es immer aussieht, fügt sie hinzu. Dieses Wissen habe sie nicht zuletzt von ihrem Vater: „Der ist Sänger am Staatstheater.“

15 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren arbeiteten seit Montag an ihrer Vorführung. Das Osterferienprogramm der Stadt Wiesbaden bot den Kurs unter der Anleitung von professionellen Referenten an. „So Kinder, jetzt bitte etwas Ruhe, wir machen das nochmal und nicht vergessen: lächeln“, rief Jennifer Hempel den kleinen Teilnehmern zu. Manchmal sei es schon schwierig die kleinen Darsteller zu bändigen, erzählte die gelernte Musicaldarstellerin. „Aber Spaß macht es dennoch“, fand ihr Kollege und Musiklehrer Rainer Maaß. Gemeinsam stellten sie schon zum dritten Mal eine solche musikalische Show im Ferienprogramm auf die Beine. „Die letzten zwei Jahre haben wir Emily und die Detektive aufgeführt. Dieses Jahr wollten wir etwas Neues machen“, waren sie sich einig. Und so befassten sich die Schülerinnen und Schüler auch in ihren Osterferien mit dem Thema „Schule“.

Protagonistin des Musicals ist Jenny, gespielt von der elfjährigen und schon sehr stimmgewaltigen Olivia. Jenny kommt, nachdem ihr Vater beruflich versetzt wird, an eine neue Schule und hat mit vielerlei Problemen zu kämpfen. Nicht nur, dass ihr niemand hilft, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Auch bekommt sie gleich die Macht der arroganten Sportlergruppe zu spüren, die es sich zur Aufgabe macht, der Neuen zu zeigen, wer das Sagen an der Schule hat. Grundlos wird sie von der Bande in Trainingsanzügen herum geschubst. Doch bevor Schlimmeres passiert, eilen ihr die Musiker zu Hilfe und zwingen die Raudies zum Rückzug. Sie freundet sich sehr schnell mit den, von den Raudies „Musikantenstadl“ genannten, Sängerinnen an und beweist beim Sportfest der Schule, dass Musiker auch sportlich sein können. Denn als sich ein Mitglied der Sportlergruppe verletzt, muss Jenny einspringen und stellt einen neuen Schulrekord im Weitsprung auf. Nach dieser Leistung sehen die Sportler ein, dass es sinnlos ist, sich nach seinen Talenten zu beurteilen und beenden ihre „Terrorherrschaft“.

Hauptdarstellerin Olivia hatte kaum Lampenfieber: „Ich bin schon zum dritten Mal dabei und spiele zum zweiten Mal die Hauptrolle.“ Vielleicht wird sie später mal Sängerin, „aber das weiß ich noch nicht genau“.

„Dieses Jahr hatten wir wirklich überaus talentierte Kinder dabei“, berichteten die Kursleiter. Auch Anne Lammerich war stolz auf ihre Tochter Victoria: „Sie singt zu Hause nur noch die Lieder des Stücks.“

Den nächsten Musicalkurs bei der Jugendschauspielschule  wird es voraussichtlich in den Sommer- und  Herbstferien geben.

 

Die Wiesbadener Jugendschauspielschule feiert einjähriges Bestehen.

Ab sofort gibt es auch Kurse für Erwachsene.

Von Rebekka Teich

FRANKFURTER RUNDSCHAU (c)

 

Rascheln und Schlürfen ist zu hören, ein Handy klingelt. Frischverliebte Pärchen, die nicht voneinander lassen können. In der Schauspielschule versuchen acht junge Mädchen, diese Szene nachzustellen. "Mir gefällt vor allem das Schauspielen und Improvisieren", erzählt die 15-jährige Karolina Michel.

 

Vor einem Jahr wurde die "Scaramouche Academy" als erste Wiesbadener Schule dieser Art gegründet. "Wir wollen das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken", erklärt Initiatorin und Schulleiterin Corinna van Eijk. Viele hätten Probleme damit, vor Publikum zu sprechen, wie etwa bei einem Referat in der Schule. Das Schauspielen helfe dabei, diese Hemmungen auf spielerische Weise abzulegen. Laura Krestan kann das nur bestätigen: "Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch war ich viel selbstbewusster", so die 15-Jährige. Laut van Eijk ist auch die Resonanz vieler Eltern positiv, da die Kinder aufblühen und den Alltag deutlich mutiger meisterten. Außerdem seien sie in der Schule aktiver und offener, wie Lehrer berichteten.

 

Ziel der Kurse sei es außerdem, "die Kinder mit Bühne und Kamera vertraut zu machen und Talente zu fördern", so van Eijk. Den Unterricht leiten Dozenten, die hauptberuflich selber auf der Bühne und vor der Kamera stehen. Einer von ihnen ist Christoph Kutschera, der 35 Jahre lang für das ZDF als Kameramann tätig war. Das Programm ist umfangreich und enthält neben Schauspiel- und Gesangskursen auch Workshops zur Vorbereitung auf Castings. Der Unterricht läuft in Kleingruppen mit maximal zehn Teilnehmern.

 

"Momentan unterrichten wir rund 80 Kinder", erzählt die Schulleiterin. Die wöchentlichen Kurseinheiten dauern, je nach Alter, 60 Minuten bei den Sechs- bis Achtjährigen, 90 Minuten bei den Älteren. Die Kosten belaufen sich auf 75 Euro im Monat.

 

Wegen der großen Nachfrage will die Schule ihr Angebot jetzt auch mit Kursen für Erwachsene ergänzen. Das Programm richtet sich zum einen an Menschen, "die schon immer einmal schauspielern wollten", erzählt die Schulleiterin. Zum anderen werden Rhetorik- und Coachingseminare angeboten, um Alltag oder Beruf besser bewältigen zu können. Außerdem gibt es Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen an weiterführenden Schulen.

 

Zum einjährigen Bestehen lädt die Freie Kunstschule für Samstag, 7. März, zu einem Tag der offenen Tür (Friedrichstraße 7). Von 12 bis 17 Uhr beantworten Dozenten Fragen der Besucher. Bei einem Schnupperprogramm können Kinder und Erwachsene einen ersten Eindruck gewinnen.

Wiesbaden

Sensibilität und Fingerspitzengefühl

29.01.2011 - WIESBADEN

Von Bertram Heide

SEXUELLE GEWALT Filmstudenten realisieren Abschlussarbeit mit der Jugendschauspielschule „Scaramouche“

Matthias Gathof und Daniel Goebel haben sich für ihre Bachelor-Abschlussarbeit an der Fachhochschule Mainz ein sehr sensibles Thema ausgesucht. Die beiden 27-jährigen Filmstudenten wagen sich an etwas, das mit einem großen Tabu belegt ist, allzu oft sträflicherweise in den Deckmantel des Schweigens gehüllt wird.

„Sexuelle Gewalt in Familien“: ein Arbeitstitel zunächst. Es geht um Kinder. Sie stehen im Mittelpunkt. Ihre Erfahrungen, ihr Leiden, ihre Enttäuschung über das für sie unverständliche Verhalten des Vaters, der Mutter, von Onkeln, Tanten oder auch Geschwistern. Und es geht, im Hintergrund, auch um die psychischen Schäden, die sexuelle Gewalt bei den Kleinsten und Schwächsten in unserer Gesellschaft „hinterlässt“. Unter denen sie meist ihr ganzen Leben lang zu leiden haben werden, trotz Therapieangeboten und Gesprächsgruppen.

 

Wie lässt sich so ein ehrgeiziges Thema filmisch umsetzen? Schließlich brauchen die Regisseure Matthias Gathof und Daniel Goebel dafür auch „Hauptdarsteller“. Nicht direkt Betroffene, aber zumindest Kinder und Jugendliche. Mit viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl müssen die beiden Studenten vorgehen.

Skepsis zunächst, große Bedenken, Gespräche mit Eltern und Dozenten, dann aber eine Zustimmung. So schildert Corinna van Eijk die Probleme, die man anfangs mit dem recht ehrgeizigen Filmprojekt hatte. Corinna van Eijk ist die Leiterin der Jugendschauspielschule „Scaramouche Academy“. Schon öfters haben ihre „Schützlinge“ für die Filmstudenten der Fachhochschule Mainz vor der Kamera gestanden. Immer mit einem großen Spaß, mit Eifer und einem riesigen Enthusiasmus. Mehrere Projekte haben wir im Tagblatt bereits vorgestellt. Aber ausgerechnet so ein brisantes, sozialkritisches Thema?

Zwei Tage lang drehen die beiden Studenten mit ihren beiden jungen Schauspielern. Im Nachhinein ist die Scaramouche-Chefin überzeugt, dass es ein gutes, wichtiges Projekt ist. Dem Tagblatt sagt Corinna van Eijk: „Dadurch, dass unsere Schauspielschüler bei diesem Filmprojekt mitwirkten, haben sie nicht nur die Möglichkeit, ihr Schauspieltalent zu fördern, sondern damit können wir, als Jugendschauspielschule, auch einen Beitrag zur Aufklärung des brisanten Themas des sexuellen Missbrauchs in den Familien leisten.“

Bei der Umsetzung am Set stehen vier Menschen im Mittelpunkt, die beiden Regisseure Matthias Gathof und Daniel Goebel sowie Eva Prinz (12) und Tim Pohl (10), die „Hauptdarsteller“. Behutsam geht man miteinander um, erzählt Corinna van Eijk. „Bei der Vorbereitung auf ihre Rollen wurden Eva Prinz und Tim Pohl von den beiden nicht nur am Set, sondern auch im Vorfeld sensibel an das Thema herangeführt. So wurde unter anderem auch zu Hause innerhalb der Familien das Drehbuch diskutiert, und die Eltern hatten Gelegenheit, ihre Kinder bei den Dreharbeiten zu unterstützen.“

Das Film-Team wird später sehr beeindruckt sein, miterlebt zu haben, wie konzentriert und engagiert die beiden jungen Schauspieler ihre Rollen und Szenen am Set spielen und realisieren. Eva und Tim wiederum sind überglücklich, eine spannende Erfahrung vor der Kamera gesammelt und an dem Projekt mitgewirkt zu haben.

 

DIE BEIDEN JUNGEN REGISSEURE

Der Film über „Sexuelle Gewalt in Familien“, so der Arbeitstitel, ist für die beiden jungen Regisseure das Abschlussprojekt ihres Studiums an der Fachhochschule Mainz.

Matthias Gathof, 1984 in Viersen geboren, absolvierte eine Ausbildung als Medienassistent, machte Praktika bei einer Werbeagentur und einer Filmproduktion und studiert seit 2007 „Zeitbasierte Medien“ mit den Schwerpunkten Dokumentation, Video und Schnitt.

 

„Kunst & Café“, „Seelensorgen“, „30 Jahre Grüne Wiesbaden“ und „30 Jahre Grüne Hessen“ zählen zu seinen bekanntesten Arbeiten.

 

Daniel Goebel, 1984 in Heppenheim geboren, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Mediengestalter im Bereich Digital und Print und studiert seit 2008 ebenfalls „Zeitbasierte Medien“ an der FH Mainz mit den Schwerpunkten Dokumentation, Kamera und Postproduktion.

 

Bei „Seelensorgen“ war er mit dabei. Weitere Arbeiten: der Animationsfilm „Das Grauen aus dem Gruselforst“, das Musikvideo „Spaceman“, „30 Jahre Grüne Wiesbaden“, der fiktive Dokumentarfilm „Generation Glas“ und der Kurzfilm „Komm und hol´ mich“.

 

Premiere

Die „Scaramouche Academy“ plant am Donnerstag, 24. März, 19 Uhr, in den Räumen der Jugendschauspielschule, Friedrichstraße 7, eine Erstaufführung mit anschließender Podiumsdiskussion.

Interessierte Gäste sind willkommen, sollten sich aber vorher unbedingt anmelden.

Auf Anfrage können auch weitere Aufführungen terminiert werden.

 

Das Wiesbadener TAGBLATT schreibt am Samstag, 25.September 2010

„Alles große Talente“

SCARAMOUCHE junge Schauspielschüler für Ki-Ka-Poduktion vor der Kamera

Von Ingeborg Toth

 

Ben sitzt in einem Jerusalemer Cafe vor sich  hat er einen Laptop. Er gibt bei Google die Stichworte „ Jerusalem – heilig – Gott „ ein und landet bei der Seite „ via Dolorosa“ .

Zu dem Kellnerjungen, der ihm ein Glas bringt, sagt er: „ Das ist der Ort. Da sind die nämlich die ganzen Pilger. Wo die sind, da ist auch Gott nicht weit.“ Die Café -Szenen werden mit  Darstellern der Wiesbadener Schauspielschule Scaramouche in der Schischah Lounge im West-End gedreht. Ein Filmteam von „Kika“, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, drehte mit  Scaramouche – Schülern zahlreiche Szenen für eine dreiteilige Serie. Sowohl der Darsteller eines frechen  Kellnerjungen geht in die Schauspielschule in der Friedrichstraße, wie auch die Darstellerinnen eines jüdischen und eines muslemischen Mädchens. Niyousha Bahamani  übernahm die Rolle der kleinen Muslima, das jüdische  Mädchen spielt Romina Lehmann-Carpzov Alvarez, und Josia Jacobi ist die Rolle des frechen Kellnerjungens wie auf den Leib geschnitten. Niyouha, Romina und Josia wurden Ende August nach 2 aufregenden Castings von der Filmproduktionsfirma „Ifage“ (mit den Sitz unter den Eichen) als Hauptdarsteller ausgewählt. „ Es war eine unvergessliche Erfahrung für unsere Schauspielschüler und enormer Erfolg“, sagt Corinna van Eijk, die Scarmouche-Leiterin. „ Die Produktionsfirma war sehr beeindruckt und hochzufrieden mit den Szenen, die mit unseren Schülern gedreht worden sind.“ Die „Ifage“ hat schon angekündigt, dass sie bei Bedarf wieder bei uns nach Darstellern fragen wird.

 

Das ist sehr motivierend für das Konzept der Jugendschauspielschule.“, so van Eijk. Sie weiß: „Jeder Schauspielschüler träumt davon, einmal das umsetzen zu können, was er im Unterricht gelernt hat.“ Für ihre Schüler sei es ganz toll gewesen, „ an einem professionellen Filmset vor den Kameras zu spielen“. Die Dokumentarsendung über Jerusalem ist in Rekordzeit gedreht worden. In 3 Filmen à 25 Minuten wird den jungen Zuschauern von Kika Moderator Ben auf spielerische Art die besondere Bedeutung von Jerusalem näher gebracht. Die kleinen Zuschauer erfahren, dass in dieser Stadt drei Religionen vertreten sind. Die Serie hat vorläufig den Arbeitstitel „ Die Gott-Schnitzeljagd“ und wird an 3 Adventssonntagen ausgestrahlt. In der Geschichte stellen ein jüdisches, ein christliches und ein muslimisches Kind den Kika –Moderator kniffelige Aufgaben, die er in einer Art Schnitzeljagd lösen muss. Dabei lernt er die Stadt und ihre Religionen kennen. Zentraler Punkt ist ein Café, in dem der schlaue Kellnerjunge bedient. Regisseur Felix Hassenfratz war hellauf begeistert, wir gut sich Niyousha, Romina und Josia am Set bewegten und insbesondere weil die 14 jährigen zum ersten Mal an einer Fernsehproduktion teilnehmen: “Alle Drei sind richtig kleine, große Talente.“

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